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Stand: 15.06.2016

Pressemitteilung

Urlaub ohne Kofferpacken

Seniorenfreizeit

Im Landschulheim Ramsen, wo ansonsten Schülerinnen und Schüler mitten im Pfälzer Wald gemeinsam essen, lernen und spielen, findet man während der Sommerferien aktive Seniorinnen und Senioren, die sich erholen und eine besondere Form von Urlaub machen. Organisiert wird diese Zeit durch die Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen – und in den ersten zwei Wochen mit Unterstützung von Ehrenamtlichen des Caritaszentrums Ludwigshafen.

 

Mit dem Bus werden die knapp 60 Urlauber morgens abgeholt und abends wieder zurückgebracht. Die Betreuung der älteren Menschen erfolgt schon ab der Busfahrt durch die sieben ehrenamtlichen Damen des Caritasverbandes. Dass es den Rentnerinnen und Rentner nicht langweilig wird, dafür sorgen ebenfalls die Betreuerinnen, die sich seit März regelmäßig im Caritas- Zentrum Ludwigshafen zum Vorbereiten der Freizeit getroffen haben. Da wurde gesungen, gerätselt, gehirngejoggt, Gedichte und Geschichten vorgetragen, damit Mann und Frau fit im Kopf bleibt. Auch für die körperliche Fitness wurde einiges geboten, kleinere und etwas größere Spaziergänge wurden unternommen, Gymnastik und Tanzen waren ebenfalls im Angebot.

 

In der zweiten Woche stand ein Ausflug nach Deidesheim auf dem Programm. „Ich gehe schon seit mehreren Jahren regelmäßig mit nach Ramsen. Da wird viel geboten, es gibt immer ein schönes  Programm und man trifft nette Leute“, so eine Teilnehmerin. Dass das so ist, dafür sorgen die Ehrenamtlichen, die den ganzen Tag von morgens bis abends auf den Beinen sind. „Wenn morgens um sechs Uhr der Wecker klingelt, fällt es mir schon schwer aus dem Bett aufzusteigen und ich frage mich, warum ich das mache. Aber wenn ich dann in den Bus steige und in die lachenden Gesichter der älteren Menschen sehe, weiß ich warum“, so Ingrid Bader, die schon zum vierten Mal  als Betreuerin bei der Seniorenfreizeit dabei ist.

Neben dem Organisieren und Durchführen des Programms sowie  dem Ein- und Abdecken der Tische zu den Mahlzeiten ist es die wichtigste Aufgabe der Betreuerinnen, sich den Seniorinnen und Senioren mit allen Sinnen aufmerksam zuzuwenden. Da ist es eine helfende stützende Hand, da ein offenes Ohr für die vielen persönlichen Geschichten, ein aufmerksames Auge, wenn noch irgendwas wo fehlt.

 

„Die  Frauen sind sehr hilfsbereit, haben immer ein nettes Wort auf den Lippen und sind immer für Scherze und Späße zu haben“, erklärt die älteste Teilnehmerin, die schon zwanzig Jahre dabei ist,  „und das nicht ohne Grund“. Vielleicht liegt es daran, dass es den sieben ehrenamtlichen Frauen in den zwei Wochen gelungen ist, den älteren Menschen in Ramsen ein Stück Heimat zu geben. Für den Caritasverband mit dem Jahresthema „Gemeinsam sind wir Heimat“  ist Heimat dort, wo es zu einer Begegnung zwischen den Menschen kommt, wo ein gemeinsames Tun ein Kennenlernen ermöglicht, gemeinsame Erfahrungen gemacht und Erinnerungen ausgetauscht werden. Dass das so war, konnten die Seniorinnen und Senioren am Abschlussnachmittag alle bestätigen. Und sie  versprachen alle, im nächsten Jahr wiederzukommen. 


Text und Foto: Claudia Möller-Mahnke

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