Beratungsverständnis

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Die Einrichtungen arbeiten auf der Basis des christlichen Glaubens und des Leitbildes des Caritasver­bandes für die Diözese Speyer, in Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Beraterinnen und Berater folgen in ihrem Tun dem Vorbild Jesu, der den Menschen mit Achtung und Liebe begegnet ist, ungeachtet ihrer religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit. Sie sehen die Men­schen, die bei ihnen Rat suchen, als von Gott geliebte und mit einer unverlierbaren Würde ins Leben gerufene Personen.

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Beratung folgt dem Leitsatz Jesu “Was willst du, dass ich dir tun soll?“ (Mk 10,51).Sie hat das Ziel, dem Ratsuchenden seine Möglichkeiten bewusst zu machen und die Voraussetzungen dafür zu schaf­fen, Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwinden.

 

Die Beratung setzt bei den Stärken des Menschen an. Zu ihren Zielen gehört, die Fähigkeiten des Ratsuchenden zu stärken und auch die Ressourcen seines Umfeldes in den Blick zu nehmen und zu nutzen.

 

Kundenorientierung

Die Einrichtungen denken das christliche Menschenbild mit dem heutigen Kundenbegriff zusammen. Der Ratsuchende wird als Experte und als Kundiger in eigener Sache gesehen. Mit dem Begriff des Kunden wird zugleich ausgesagt, dass der Ratsuchende im gesamten Beratungsprozess das Recht und die Verantwortung zur Entscheidung hat.

 

Kundenorientierung bedeutet für die Einrichtungen: Die Beratung orientiert sich an den Erwartungen und Möglichkeiten der Ratsuchenden, sowohl im einzelnen Beratungsprozess als auch bei der innovati­ven Weiterentwicklung der Beratungsangebote.

Werteorientierung
Die Beratungsarbeit der Einrichtungen baut auf einer Werteorientierung auf, die sich aus mehreren Grundwerten zusammensetzt.

Selbstbestimmung
Die Kunden haben im gesamten Beratungsprozess das Recht und die Verantwortung zur Entscheidung.

Dialog
Kunden und Beraterinnen und Berater begegnen sich als gleichwertige Partner.

Partizipation
Die Einrichtungen beteiligen die Kunden so weit wie möglich an der Gestaltung und an der konzeptionellen

 

Transparenz
Die Einrichtungen streben die größtmögliche Transparenz in der Beziehungsgestaltung zu den Kunden an. Sie vermitteln ihnen ein klares Bild aller Schritte im Beratungsprozess.

Nachhaltigkeit
Die Beratung hat das Ziel, nachhaltig wirksame Ergebnisse zu erzielen.

Anwaltschaft
Die Einrichtungen sehen sich als Interessensvertreter für die Menschen, die bei ihnen Rat suchen.

Prävention
Prävention von Gewalt ist integraler Bestandteil der Beratungsarbeit.

Integrierter Beratungsansatz
Die Einrichtungen integrieren unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen im Beratungsprozess zu einem abgestimmten Vorgehen, das der individuellen Lebenssituation der Kunden entspricht. Unterschiedliche Sichtweisen und Handlungsansätze werden miteinander verbunden. Die Beraterinnen und Berater streben eine ganzheitliche Sichtweise an und nehmen die Lebensbezüge und Kontexte der Kunden in den Blick.

Grundsatz der Vertraulichkeit
Für die Beratungsgespräche gilt der Grundsatz der Vertraulichkeit. Die Einrichtungen legen Wert auf die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen.