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Stand: 15.06.2016

Pressemitteilung

Lebensgeschichten von Flüchtlingen selbst nachempfinden

Speyer (is). Wer sind die Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen? Warum sind sie aus ihrer Heimat geflohen? Was haben sie auf der Flucht erlebt? Diese Fragen werden in der Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ aufgegriffen, die vom 25. Juni bis zum 8. Juli an zwölf Standorten in der Pfalz und im Saarpfalzkreis gezeigt wird.

Missio Truck an zwölf Standorten in der Diözese Speyer

Die Ausstellung nähert sich dem Thema auf ungewöhnliche Weise. Untergebracht ist sie in einem rund 20 Meter langen und 18 Tonnen schweren LKW, dem so genannten „missio-Truck“. Seinen Namen hat er von dem katholischen Hilfswerk „missio“, das die Ausstellung entwickelt hat. Auch das inhaltliche Konzept ist ausgefallen, setzt es doch sehr stark auf Erfahrung. „Obwohl in den Nachrichten fast täglich über Flüchtlinge berichtet wird, ist ihr Schicksal vom Alltag der meisten Menschen hierzulande doch weit entfernt“, erklärt Dr. Irina Kreusch vom Bistum Speyer. „Die Ausstellung holt die Besucherinnen und Besucher gleichsam aus dem Fernsehsessel und lässt sie in die Lebensgeschichte von acht exemplarisch ausgewählten Flüchtlingen eintauchen. So muss man zum Beispiel innerhalb einer Minute entscheiden, welche Gegenstände man mitnimmt und welche man zurücklässt. Es sind immer wieder Entscheidungen gefordert, zum Beispiel welchen Menschen man vertraut“, verdeutlicht Irina Kreusch das Ausstellungskonzept.

Für den Rundgang durch die sechs Räume der multimedial gestalteten Ausstellung sollte man etwa zwanzig Minuten einkalkulieren. Zwanzig Minuten, die sich lohnen: „Aus Zahlen werden packende Lebensgeschichten, hinter den Bildern aus den Medien werden Menschen erlebbar, die Dramatisches erfahren haben“, ist auch Integrationsexperte Bernward Hellmanns vom Caritasverband vom Konzept der Ausstellung überzeugt. „Ein Besuch ist für alle ein Gewinn. Die Geschichten, die erfahren werden, sind nah an der Realität“, unterstreicht Hellmanns. Das Bistum Speyer und sein Caritasverband wollen mit der Ausstellung sachgerecht und anregend informieren. Man kann den missio-Truck einzeln oder in Gruppen besuchen. Schulklassen sind besonders eingeladen. Beim Gang durch die Ausstellung stehen den Besuchern pädagogische Begleiter von „missio“ zur Seite. Schulen erhalten eine begleitende Unterrichtsstunde vor Ort für jugendgerechte Fragen.

Die Ausstellungsverantwortlichen betrachten den missio-Truck „als Teil und motivierenden Zugang zum vielfältigen Flüchtlingsengagement auf lokaler Ebene“, wie Erhard Steiger von der Katholischen Erwachsenenbildung erklärt. An den Standorten des missio-Trucks werden daher lokale Aktionsbündnisse, ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und Integrationsexperten der Caritas Einblicke in die konkrete Flüchtlingsarbeit geben. Zahlreiche Aktive, Multiplikatoren wie auch Lehrer haben sich an zwei Studientagen im April intensiv auf das Thema Flucht und Migration vorbereitet. Dabei ging es zum Beispiel um die Frage, wie das Thema Flucht ergänzend zum Besuch des missio-Trucks im Unterricht vertieft werden kann. „Das Echo der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studientage war sehr ermutigend“, berichtet Irina Kreusch von der Schulabteilung des Bischöflichen Ordinariats.

Tour des missio-Trucks startet mit Auftaktveranstaltung in Speyer

Am Samstag, den 25. Juni, findet um 17 Uhr vor dem Speyerer Dom die öffentliche Auftaktveranstaltung statt. Mit dabei sind Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel, der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger, missio-Präsident Wolfgang Huber aus München und Diözesan-Caritasdirektor Vinzenz du Bellier. Besucher können den missio-Truck besichtigen und an mehreren Informationsständen mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend lädt zu einem Friedensgebet ein.

Um 19 Uhr schließt sich im Historischen Museum der Pfalz, nur wenige Schritte vom Domplatz entfernt, eine Podiumsdiskussion an. Integrationsministerin Anne Spiegel, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Dr. Oliver Müller (Leiter von Caritas international) und Torsten Jäger (Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz) diskutieren über das Thema „Flucht. Von weltweit bis in das Bistum Speyer. Ansichten und Aussichten“. Der Einstieg erfolgt aus der Perspektive der syrischen Christin Fadia Shamout, die mit ihrer Familie bereits vor etlichen Jahren nach Deutschland geflohen ist. Die Moderation hat Dr. Christiane Florin, langjährige Redaktionsleiterin der Beilage „Christ und Welt“ in der Wochenzeitung „Die Zeit“ und inzwischen Redakteurin für den Themenbereich "Religion und Gesellschaft" beim Deutschlandfunk.

Vielfältige Formen des Engagements für Flüchtlinge im Bistum Speyer

Das Bistum Speyer und sein Caritasverband haben im September 2015 die bistumsweite Aktion „Teile und helfe“ ins Leben gerufen. Die Aktion vermittelt einen Überblick über die Hilfen für Flüchtlinge, fördert die Vernetzung und regt weitere Hilfen an. Dazu geben das Bistum und der Caritasverband fachliche Impulse, wie man Flüchtlingen helfen kann. Die Aktion wirbt für eine Haltung der Offenheit und Solidarität gegenüber Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind.

Die Tour des Missio-Trucks durch das Bistum Speyer

Die Tour des missio-Trucks durch das Bistum umfasst insgesamt zwölf Stationen. Für Schulklassen sind Anmeldungen erbeten. Ansonsten steht der Truck jedem zum Besuch offen. Der Besuch ist kostenlos.

Standorte und Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen, die Ihnen über das Projekt auf lokaler Ebene nähere Informationen geben können:

Caritas-Zentrum Speyer

Pascal Thümling, Caritas-Zentrum, Telefon 01520 / 9119316

Speyer
Standort:
Domvorplatz

Öffnungszeiten:
25. Juni, 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
26. Juni, 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
27. Juni, 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit schulischem Begleitprogramm am Truck

Frankenthal
Standort:
Berufsbildende Schule, Petersgartenweg 9

Öffnungszeiten:
28. Juni, 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr

 

Caritas-Zentrum Pirmasens

Frau Faroß-Göller, Amt für Jugend und Soziales, Telefon 06331 / 8770

Rodalben
Standort:
Berufsbildende Schule, Gabelsbergerstraße 6

Öffnungszeiten:
29. Juni, 7:50 Uhr bis 15:00 Uhr

Pirmasens
Standort:
Zeppelinstr. 11 Parkplatz Wasgauhalle

Öffnungszeiten:5.Juli, 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Zweibrücken
Herr Sadowski, Mannlich Realschule plus, Telefon 06332 / 972411
Standort:
Mannlich Realschule plus, Zeilbäumerstraße 8a

Öffnungszeiten:
4. Juli, 7:35 Uhr bis 14:30 Uhr

 

Caritas-Zentrum Saarpfalz

Homburg
Edith Klener, Johanneum, Telefon 06841 / 934770
Standort:
Johanneum, Kardinal-Wendel-Straße 12

Öffnungszeiten:
30. Juni, Schulzeiten

Blieskastel
Steffen Glombitza, Pfarrei „Heilige Familie“, Telefon 06842 / 4628
Standort:
Parkplatz Ecke Bahnhofstraße/Florianstraße

Öffnungszeiten:
3. Juli, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit dem Besuch der saarländischen Ministerpräsidentin um 16:00 Uhr

 

Caritas-Zentrum Landau

Landau
Anne Klein, Katholische Jugendzentrale, Telefon 0176 63825023
Standort:
Grundschule Arzheim

2. Juli, Aktionstag der Katholischen Jugendzentrale, keine öffentliche Besichtigung möglich

 

Caritas-Zentrum Germersheim

Joachim Mergen, Caritas-Zentrum, Telefon 07274 / 94910

Germersheim
Standort:
Geschwister-Scholl-Realschule, Römerweg 2

Öffnungszeiten: 7. Juli, 7:45 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Caritas-Zentrum Kaiserslautern

Otterberg
Christian Adam, Integrierte Gesamtschule, Telefon 06371 / 71250
Standort:
Integrierte Gesamtschule, 
Schulstraße 2
Öffnungszeiten:
1. Juli, Schulzeiten

Schönenberg-Kübelberg
Herr Ruffing, Integrierte Gesamtschule, Telefon 06842 / 9219828
Standort:
Integrierte Gesamtschule, St. Wendeler-Straße 16

Öffnungszeiten:
6. Juli, 7:40 Uhr bis 12:40 Uhr, weitere Termine nach Vereinbarung

 

Caritas-Zentrum Neustadt

Christoph Fuhrbach, Telefon 06232 / 102-365

Neustadt
Standort:
Hauptbahnhof, Bahnhofsvorplatz

Öffnungszeiten:
8. Juli, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen:

www.teile-und-helfe.de

www.missio.de

www.bistum-speyer.de

 

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