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Stand: 15.06.2016

Pressemitteilung

Lebensmittel teilen wie die Heilige Elisabeth

Beate Czodrowski und Dekan Alban Meißner auf der von Teelichtern beleuchteten Treppe der Kirche St. Ludwig.Setzen mit den Lichtern der Aktion Eine Million Sterne ein Zeichen der Hoffnung: Das Caritas-Zentrum Ludwigshafen mit Beate Czodrowski und die katholische Kirche in Ludwigshafen mit Dekan Alban Meißner. Dr. Anette Konrad / Caritasverband für die Diözese Speyer

500 leuchtende Kerzen und 400 Lebensmittel-Tüten: Das Caritas-Zentrum Ludwigshafen hat symbolisch, aber auch ganz praktisch an den Geburtstag der Heiligen Elisabeth erinnert. Die Lebensmittel-Tüten für bedürftige Menschen sind Teil der Aktion "Orte des Teilens", die am 11. November mit "Wärme teilen" begonnen hat und am Nikolaustag mit "Freude teilen" endet.

Über 500 bunt beklebte Gläser stehen am frühen Abend des 19. Novembers auf den Stufen der Kirche St. Ludwig in. In jedem Glas leuchtet ein Teelicht. Es dauert, bis die ehrenamtlichen Helfer alle Kerzen angezündet haben. Doch schon bald bleiben Passanten stehen, zücken ihre Handys für Aufnahmen oder freuen sich einfach an den vielen Lichtern. "Oh, ist das schön", ist immer wieder zu hören. Und sogar die vorbeifahrenden Autos werden langsamer.

Beate Czodrowski, die Leiterin des Caritas-Zentrums Ludwigshafen, baut derweil die beiden Fahnen mit dem Aufdruck "100 Jahre Caritasverband Speyer" auf. "Eigentlich wollte unser Verband diesen 100. Geburtstag groß feiern und dazu die Kundinnen und Kunden  unseres Caritas-Zentrums zu einem Festessen einladen", sagt die Leiterin. Denn am 19. November begeht die katholische Kirche den Elisabethen-Tag. Die Heilige Elisabeth ist die Patronin der Caritas. "Mit lokalen Prominenten aus Kirche und Politik wollten wir an diesem Tag unsere Kundinnen und Kunden bewirten, ganz im Geiste der heiligen Elisabeth." Aber dann kam die Pandemie und machte dem Caritas-Zentrum einen Strich durch die Rechnung.

Orte des Teilens

Frau Maxidou-Gottschalk übergibt Schlafsäcke in St. Martin an Klaus WagnerKlaus Wagner nimmt die Schlafsäcke entgegen, die Parthena Maxidou-Gottschalk ins Caritas-Förderzentrum St. Martin bringt. Die katholischen Kitas der Stadt sammelten mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto „Wärme teilen“ Geld, um dafür Schlafsäcke für Obdachlose zu kaufen. Dr. Anette Konrad / Caritasverband für die Diözese Speyer

"Trotzdem wollen wir gemeinsam feiern und haben uns eine Corona-konforme Aktion überlegt", berichtet Beate Czodrowski. Das Ergebnis sind die "Orte des Teilens". Los ging es am 11. November, dem St. Martinstag. Die katholischen Kitas der Stadt sammelten mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto "Wärme teilen" Geld, um dafür Schlafsäcke für Obdachlose zu kaufen. Bis zum 16. November waren 1220 Euro zusammengekommen.

Am Elisabethentag folgte dann "Brot teilen". "Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatten wir zu einer Tütenaktion aufgerufen", berichtet Beate Czodrowski. Damals spendeten Bürgerinnen und Bürger Lebensmittel, die von Ehrenamtlichen gepackt und in St. Ludwig an Bedürftige ausgegeben wurden. "Da uns Gelder der Aktion Mensch  unter dem Titel ‚Aktion Corona-Soforthilfe‘ für Lebensmittel und Hygieneartikel zur Verfügung standen, war schnell klar, dass wir die Tütenaktion nochmal wiederholen", sagt Czodrowski. Anders als im Frühjahr wurden dieses Mal die Lebensmittel zentral eingekauft und in Tüten verpackt.

"Brot teilen" mit Tüten für Bedürftige

Leiterin Beate Czodrowski mit gepackten TütenIn der Woche vom 16. bis 20. November wurden über 400 Tüten an bedürftige Menschen verteilt- eine Aktion, die das Caritas-Zentrum mit Leiterin Beate Czodrowski bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr durchführt.Dr. Anette Konrad / Caritasverband für die Diözese Speyer

Ehrenamtliche Helfer aus den Ludwigshafener Pfarreien, Pfadfinder und Caritas-Mitarbeiter*innen verstauten dann am 13. und 14. November Paletten voller Konserven, Obst, Süßigkeiten, Duschgel und Shampoo in Leinentaschen. "Wir haben zwei verschiedene Tüten gepackt - 197 für Singles, 223 für Familien", erläutert die Leiterin des Caritas-Zentrums. Masken kamen in beide Varianten und die Familien können sich zusätzlich noch Feuchttücher für Babys und Nutella freuen.

In der Woche vom 16. bis 20. November wurden die über 400 Tüten dann verteilt. Allein 117 Tüten gingen an Kita-Familien. Auch die Kund*innen des Caritas-Zentrums bekamen sie überreicht. Die Familienbildung im Heinrich-Pesch-Haus, die Ökumenische Sozialstation, die Gemeinden und viele andere katholische Einrichtungen verteilten sie gezielt an bedürftige Menschen. "Die Tüten sind mit großer Dankbarkeit angenommen worden", berichtet Beate Czodrowski.

500 Kerzen als Zeichen der Hoffnung

Die Tütenaktion ist gleichzeitig mit der "Eine Million Sterne Aktion" des Caritasverbandes verbunden, die ein Zeichen der Hoffnung für Menschen in Not in Deutschland und weltweit sein möchte. "Auch diese Aktion konnten wir leider nicht wie sonst groß feiern", bedauert Czodrowski. Schließlich seien momentan Treffen im öffentlichen Raum nicht möglich. So wurden als Symbol und Zeichen der Hoffnung daher nur die unzähligen Kerzen auf den Stufen vor St. Ludwig angezündet.

Die Aktion "Orte des Teilens" endet am St. Nikolaustag mit "Freude teilen". Noch laufen die Planungen, doch eines steht schon fest: "Es wird für Kinder Schoko-Nikoläuse geben", verrät Beate Czodrowski. Denn dieser schöne Brauch findet für manche Kinder nicht mehr statt, weil die Familien dazu nicht in der Lage sind. 

 

Text und Fotos: Dr. Anette Konrad für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 

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